Ergotherapie für Erwachsene
Den Anforderungen gewachsen!
Neurodivergenz verwächst sich nicht. Die Anforderungen, die unser Alltag an uns stellt, ändern sich aber immer wieder. Manchmal sind es diese Veränderungen, die herausfordern, wie eine frisch begonnene Ausbildung, ein neuer Job, ein Umzug oder Eltern geworden zu sein. Manchmal sind es temporäre, anspruchsvolle Aufgaben, wie eine Abschlussarbeit. Vielleicht wünschen Sie sich aber auch Veränderung, weil Ihnen bewußt geworden ist, dass Ihr Alltag so nicht (mehr) zu Ihren Bedürfnissen passt.
Wir unterstützen Sie ganz individuell in Ihren Zielen!
Sie schildern uns Ihren gewöhnlichen Alltagsablauf und bestimmen ganz konkret die Bereiche, in denen Sie Unterstützung wünschen. Zeitmanagement, Motivationsstrategien, Ordnungssysteme, Überblick über Finanzen und das Priorisieren von Aufgaben kann übergeordnetes Thema sein, ebenso wie Selbstregulation, Kommunikation und Impulskontrolle, Umgang mit Stress oder Neigung zu Sucht. Die Therapie kann auf Wunsch auch als datenschutzkonforme Videotherapie statt finden.
Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen gut umsetzbare Strategien genau auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten. Sie sagen, WO es langgeht, wir helfen beim WIE.
Gruppe: Ausbildung/Studium mit ADHS
Du weißt, du müsstest jetzt dringend mit deinen Aufgaben beginnen, aber machst immer wieder andere Dinge? Alles scheint sich anzuhäufen – aber wo und wie beginnen? In dieser Gruppe geht es um Motivationsstrategien und um Zeitmanagementsysteme, damit du deine eigene Art zu arbeiten finden kannst. Außerdem werden dir Skills an die Hand gegeben, mit deren Hilfe du deine Konzentrationsdauer erweitern und dein Lernen effektivieren kannst.
Neurodivergenz im erwachsenen Alter
Sie haben die Diagnose ADHS und/ oder Autismus entweder ganz aktuell bekommen, oder sich seit der Kindheit nicht mehr mit der Diagnose auseinandergesetzt? ADHS besteht nicht nur aus den drei Kernsymptomen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität und auch Autismus ist ein breit gefächertes Spektrum. Beide Diagnosen treten gehäuft gemeinsam auf oder beinhalten Teile der jeweils anderen. Die Merkmale verändern sich im Laufe des Lebens und manches verändert sich durch die Frage: Wann habe ich immer maskiert? Was brauche ich eigentlich, damit es mir gut geht? Hier bekommen Sie aktuelle Informationen für diese Fragen und können sich mit anderen aus dem Spektrum austauschen. Therapieansätze und Literatur werden vorgestellt. Beginnend mit Psychoedukation und einem Fragebogen, der hilft, sich im Spektrum zu verorten, werden folgend passende Alltagsstrategien erläutert und gemeinsam erprobt. Geboten werden: Hilfe beim differenzierten Erkennen und Benennen von Gefühlen, Selbstregulationstechniken / Achtsamkeitsübungen, Methoden, um Gedanken zu stoppen, zu sortieren, zu planen, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen, Strategien gegen Prokrastination, neurodivergenzfreundliche Aufgabenplanung, das Energie-Level im Blick behalten (Löffeltheorie), Hilfen in der Kommunikation, Selbstwert stärken, eigene positive Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfolge sehen und anerkennen.
Dieses Konzept findet auch regelmäßig als Frauen*-Gruppe statt!
Ich hab‘ ADHS und mein Kind auch
Wenn Eltern und Kind sich ähneln ist das Ressource und Herausforderung zugleich. Wahrscheinlich können Sie sich gut in Ihr Kind hineinversetzen. Sie erinnern sich an eigenen Hausaufgaben-Frust, an Schwierigkeiten, langweilige Aufgaben wie zum Beispiel Zimmer aufräumen anzugehen oder können nachvollziehen, dass Ihr Kind bei Ungerechtigkeit richtig wütend wird. Vielleicht profitieren Sie von gemeinsamen Hobbies und Interessen, freuen sich über Kreativität, Fantasie, Tierliebe, Abenteuerlust oder sportliche Ausdauer Ihres Kindes.
Schwierig kann es werden, wenn Ihr Kind Co-Regulation, Ruhe und souveränes Handeln bräuchte, Sie aber selbst in der Situation an die Decke gehen könnten. Oder wenn Sie merken, dass Ihrem Kind viel Struktur gut tut, Sie aber Flexibilität und Spontaneität besser beherrschen. Auch Situationen, in denen Ihr Kind aus Stress oppositionell reagiert und es Ihnen schwer fällt, für alle die Zeit so einzuplanen, dass Abläufe entspannter werden, könnten dazu gehören. Oder Momente, in denen Sie einfach nur Ruhe möchten, aber die Einschlafbegleitung mal wieder sehr sehr lange dauert.
Diese Gruppe bietet den Rahmen dafür, sich über diese Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam passende Lösungen für Ihren Familien-Alltag zu finden.
Teilweise findet dieses Konzept als reine Mütter- oder reine Väter-Gruppe statt! Wenn Sie speziell daran Interesse haben, teilen Sie es uns gerne mit.